kleiner Arbersee
Fahrradtour durch den Bayerischen Wald
Angeln am Grenzwald
Herbst in Niederbayern
Kinder an einem Fluss im Bayerischer Wald
Arbersee Bayerischer Wald

Gewässer in der Nationalparkregion Bayerischer Wald

Kristallklare Bäche winden sich durch die wilde Kulturlandschaft des Bayerischen Waldes. Manchmal tosend mit unbändiger Gewalt über Felsen und Stromschnellen brechend, manchmal still und ruhig fließend. In jedem Fall berauschend.

Neben der Glasherstellung war die Holzwirtschaft die einzige Erwerbsmöglichkeit der Waidler. Die Bäche und Flüsse wurden zur Holztrift verwendet um den Rohstoff, die Holzstämme von unzugänglichen Stellen an die Verarbeitungsstätten zu befördern.

Die Flüsse Regen und Ilz werden von den Bächen der Nationalparkregion gespeist und münden in Regensburg bzw. Passau in die Donau

Auch etwas ganz Besonderes: Die Trinkwassertalsperre Frauenau ist die höchstgelegene Trinkwassertalsperre Deutschlands.

Ein Bergsee der Legenden ist der Rachelsee im Nationalpark Bayerischer Wald. Vor 10.000 Jahren, als die Urgewalten unserer Erde endlich zur Ruhe kamen, entstand die „Wiege“ eines Bergsees, des heutigen sagenumwobenen Rachelsees. Durch Abschmelzen eines Gletschers entstand ein 14 Meter tiefes und 3,8 Hektar großes Becken, in dem sich die abfließenden Wildbäche aller umliegenden Hänge sammelten.

Ein Relikt aus der Eiszeit, an dem heute noch die Luft der ersten Schöpfungstage zu spüren ist. Das dunkle undurchdringliche Wasser des Sees hat eine ganz eigenartige unheimlich anmutende Spiegelung. Ein geheimnisvolles Etwas geht von dem stillen Wasser aus und versetzt den Wanderer in eigenartige Stimmung. Gespenstisch anmutende bleiche Astgerippe, modernde Baumstämme, Moose und Farne entführen den Betrachter in eine andere Welt. Bei längerem Hinschauen auf diese Urwaldfauna scheinen sich  koboldhafte Gestalten zu formen und man steht wie gebannt davor. Wen wundert es also, dass sich gerade dort viele Sagen und Legenden  um den See ranken, die jedoch allesamt von Menschen handeln, die tatsächlich in dieser Region gelebt haben und bekannt waren.

Moore


Moorgebiete werden im Bayerischen als Filze bezeichnet. Beeindruckend sind vor allem die Hochmoore "Zwieseler Filz" bei Lindberg, das "Latschenfilz" und der "Klosterfilz" bei Riedlhütte.

Den "Latschenfilz" können Sie in einer mehrstündigen Wanderung von Buchenau aus oder in Kombination mit einer Radtour entdecken; das "Klosterfilz" ist von Riedlhütte aus zu erwandern.

Wenn man weiß, dass Hochmoore vor tausenden von Jahren genau so ausgesehen haben wie wir sie heute noch betrachten können, ist es schon ein interessanter Anblick. Es ist das urtümlichste Ökosystem, das wir in der Natur haben. Es lohnt sich schon, einmal genauer hinzusehen, allein  wegen  dem Begriff „Hochmoor“.

Dieser Ausdruck hat nämlich nichts mit der Höhenlage des Moores zu tun. Schaut man sich die Oberfläche eines Moores ganz genau an, wird man uhrglasförmige aneinander gereihte Wölbungen erkennen.

Entstanden durch zersetzte Pflanzenreste, die sich immer wieder mit neuem Bewuchs aufbauten. Die Pflanzenzersetzung hat sich in den untersten Schichten (bis zu 6 Metern) verhärtet, wodurch das Grundwasser nicht mehr abfließen konnte.  Faulschlamm und Humus bildete sich, auf dem dann viele krautartige Pflanzen hervorgingen, die ebenfalls wiederum zersetzt wurden, was dann letztendlich das Torfmoos hervorbrachte.

Diese Wuchsgenerationen gingen bis über den Grundwasserspiegel hinaus, auf dem heute an der Oberfläche Moos- und Rauschbeeren, Rosmarienheide, Wollgras und auch Latschen ihren Lebensraum haben.

Im Nationalpark Bayerischer Wald bei Riedlhütte im „Großen Filz“ und  im angrenzenden „Klosterfilz“ führen Holzbohlenwege durch diese seltenen Vegetationen, mit  einem Aussichtsturm von dem man einen herrlichen Überblick von diesem einmaligen  Moorgebiet hat. Man sollte die Holzbohlensteige auf keinen Fall verlassen, ein einziger Tritt eines Wanderers genügt, um diese Vegetation auf Jahre hinaus zu zerstören.